Austin (USA) - Thomas Thüm

Name des Flüchtlings: Thomas Thüm

 

Fachrichtung:

Informatik mit

Nebenfach Mathematik

 

Zufluchtsort: University of Texas, Austin in Texas

Zeitpunkt der Flucht: sein 7.Semester im Jahr 2007/08

Zeitvertreib: Praktikum

 

Anstifter:

Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Datenbanken brachten ihn auf die Idee zur Flucht

 

Benötigte Zeit zur Planung der Flucht: 1 Jahr

 

 

Ein Exklusivinterview:

Welche Schwierigkeiten haben sich während deiner Flucht ergeben?

Da muss ich sofort an die Frage denken: „Paper or plastic?“. Diese kurze und immer genuschelte Frage hat mich die ersten Wochen im Supermarkt jedes Mal aus der Bahn geworfen. Irgendwann war mir bereits klar, was sie fragen, aber dadurch, dass alltägliche Dinge eben gern undeutlich ausgesprochen werden, bekamen die Verkäufer fast immer ein ungläubiges Gesicht von mir zu sehen. ;o)

 

Was hat dich an "deinem" Zufluchtsland am meisten gereizt?

Die riesigen Pickups und Trucks in Texas, die warmen Temperaturen im Winter, das vielfältige, multikulturelle Restaurant- und Imbissangebot (selbst auf dem Campus), „The American Dream“ und, dass Eishockey viel beliebter ist als in Deutschland.

 

Was hast du, im Nachhinein betrachtet, für dich persönlich mitgenommen?

Die englische Sprache. Ein Stück Selbstständigkeit. Viel internationales Verständnis. Die Staaten sind ein Tummelplatz für Studenten und Wissenschaftler aus der ganzen Welt. Man lernt ständig Menschen aus anderen Kulturen kennen und fängt an, sich für diese Länder zu interessieren.

 

Welche Hinweise möchtest du potentiellen Flüchtlingen mit auf den Weg geben?

Mit eurem Praktikumssemester entscheidet ihr sehr viel für eure Zukunft. Wer jetzt schon weiß, dass er eine wissenschaftliche Laufbahn anstrebt, sollte auf eine Praktikumsvergütung verzichten und an eine Universität gehen. Das gibt euch gute Kontakte und eine Basis für weitere wissenschaftliche Arbeit.