Anwendungsfächer

Das Studium der Computervisualistik sieht die Wahl eines Anwendungsfachs zur Vertiefung und praktischen Anwendung der erworbenen Fähigkeiten im Bereich der Verarbeitung von Bilddaten vor. Zudem soll man als Student hierdurch den späteren beruflichen Kontakt mit Auftraggebern oder Mitarbeitern aus anderen Fachgebieten beispielhaft kennen lernen, um so auftretende Missverständnisse und Kommunikationsprobleme, die bei interdisziplinären Aufgaben auftreten können, frühzeitig in der Praxis zu beleuchten.

Das Dokument „Anwendungsfächer.pdf“ im Anhang zeigt eine Übersicht über die angebotenen Anwendungsfächer der Computervisualistik. Diese wurde freundlicherweise von unserem Studienfachberater Professor Preim zur Verfügung gestellt. Bei konkreten Fragen zu den Anwendungsfächern kann dieser auch kontaktiert werden (siehe dazu unter Kontakt).

Im Folgenden möchten wir euch kurz die einzelnen Anwendungsfächer vorstellen. Bitte beachtet, dass diese Informationen aus den persönlichen Berichten von Studierenden der Computervisualistik stammen

Bildinformationstechnik

  • an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik angesiedelt und recht "hardware-nah"
  • Es wird sich mit elektronischen Grundlagen der Bildverarbeitung, der Gerätetechnik zur Bildaufnahme und -wiedergabe, den Grundlagen der Nachrichten- und Kommuniaktionstheorie sowie signalorientierten Verfahren der Bildbearbeitung beschäftigt
  • Im Seminar "Angewandte Bildverarbeitung" werden anwendungsbezogene und theoretische Aufgabenstellungen diskutiert, in Programme umgesetzt und die ergebnisse in Form eines Vortrags präsentiert
  • Vor allem Themen der industriellen Bildverarbeitung werden hier behandelt (z.B. Bildequenzverarbeitung, Emeotionserkennung, Mensch-Maschine-Interfaces, Fahrassistezsysteme)
  • Aktuelle Forschungsthemen und Vorträge von Doktoranden werden dabei versucht einzubringen
  • Eine Übersicht der zu belegenden Lehrveranstaltunge zeigt das Dokument "BIT.jpg"

Konstruktion und Design

  • hauptsächlich an der Fakultät für Maschinenbau gelehrt
  • Vorlesunge und Übungen beschäftigen sich vor allem mit Grundlagen sowie Vertiefungen von CAD (Computer Aided Design) und CAM (Comuter Aided Manufacturing)
  • Umgang mit gängigen CAD-Programmen (z.B. Solid Edge, Catin, Pro-Engineer) wird gelehrt und der Entwicklungsprozess eines Produkts wird vorgestellt
  • oftmals Modellierungsaufgaben (z.B. Fotoapparat konstruieren)
  • eine mögliche Veranstaltung ist "Kostruktionselemente", wo viel gezeichnet wird, sowie Detailverliebtheit und etwas Übung benötigt wird
  • Möglichkeit ein Designprojekt in Kooperation mit kleineren oder größeren Firmen zu machen, besteht
  • Prüfungen ergeben sich meistens zu 50% aus Vorlesungsstoff und zu 50% aus Konstruktionsarbeit in der Übung

Medizin

  • wird an der Fakultät für Informatik, der Medizinischen Fakultät des Universitätsklinikums, sowie der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik gelehrt
  • es werden Grundlagen im Bereich der medizinischen Bildgebung (z.B. Röntgengeräte, SPECT und MRT) vermittelt sowie sich mit Themen der medizinischen Bildverarbeitung auseinandergesetzt
  • Anwendungsgebiete sind bspw. die bildgestützte Diagnostik und die Operationsplanung
  • Im Rahmen der Veranstaltung „Medizinische Bildverarbeitung“ wird ein Programmierprojekt absolviert
  • Weitere Vorlesungen sind u.a. „Mikroskopie“ und „Histologie“ (vermittelt grundlegende Kenntnisse auf dem Gebiet der allgemeinen Gewebelehre und der mikroskopischen Bildgebung) sowie „Computergestützte Diagnostik und Therapie“ (ausgewählte diagnostische und therapeutischen Prozesse werden vorgestellt und die Fähigkeit, den Bedarf für eine Computerunterstützung abzuschätzen vermittelt)

Werkstoffwissenschaft

noch keine Informationen vorhanden

Biologie

  • besteht größtenteils aus Veranstaltungen des Studiengangs Biosystemtechnik, die an den Fakultäten für Naturwissenschaften, Medizin und Verfahrenstechnik gelehrt werden. Mitstudenten sind ausschließlich Biosystemtechniker. Einzige Ausnahme ist die Veranstaltung Bioinformatik an der FIN.
  • Die Veranstaltungen Grundlagen der Biologie, Biochemie, Mikrobiologie und Neuroanatomie sind eher naturwissenschaftliche Grundlagenfächer. Die anderen sind auch grundlegend, orientieren sich aber stärker an der Verfahrenstechnik. Bioinformatik bildet wieder die Ausnahme, da es als einziges die Brücke zur Informatik schlägt.
  • Als Leistungen müssen die Klausuren bestanden werden. Für einige Fächer gibt es zusätzliche Praktika. Für Grundlagen der Biologie ist das Praktikum optional. Man verbringt in Blockveranstaltungen Zeit im Labor und führt Versuche durch, die vollständig protokolliert werden müssen! Die praktische Arbeit macht Spaß und ist eine interessante Abwechslung.
  • Man sollte bedenken, dass es im CV-Master keinerlei Veranstaltungen gibt, die das Anwendungsfach Biologie noch einmal aufgreifen.*)
  • Es ist empfehlenswert die grundlegenden Veranstaltung zu besuchen, da in den weiteren das Wissen vorausgesetzt wird.
  • Insgesamt ist der Lernaufwand eher hoch. Dafür ist das Anwendungsfach sehr naturwissenschaftlich und interessant

*) Anmerkung aus der Studienfachberatung: Wir werden versuchen, die Modulliste im Bereich Anwendungen/geisteswissenschaftliche Grundlagennoch zu erweitern, danke für den Hinweis. Zwischenzeitlich kann man jederzeit individuell die Anerkennung von entsprechenden Lehrveranstaltungen beantragen.

 

Für einen ausführlichen Überblick über die einzelnen Lehrveranstaltungen verweisen wir euch auf das aktuelle Modulhandbuch, welches ihr hier findet.

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