Ingenieurinformatik

Das Ingenieurinformatikstudium

Schaut man heutzutage in moderne Fahrzeuge, so ist der Softwareanteil gegenüber der früheren Jahrzehnte immens gestiegen. Somit wird innerhalb der Autoentwicklung das Feld der Softwareentwicklung immer wichtiger. Das Problem: Bisherige Ingenieure wie Maschinenbauer oder Elektrotechniker sind mit der Programmierung kaum oder gar nicht vertraut, sodass Informatiker hier unterstützen müssen. Allerdings erfassen jene nicht immer die Probleme der traditionellen Ingenieurdisziplinen.
Es ist, als hätten beide unterschiedliche Sprachen: Während der Ingenieur von Kurbelwellen und Getriebeübersetzung philosophiert, diskutiert der Informatiker über Programmiersprachen und Variablenbelegungen. Es wird jemand benötigt  er zwischen den beiden Seiten übersetzen kann.
Dieser "Dolmetscher" ist der Ingenieurinformatiker. Er hatte einen guten Einblick in beide Seiten und hat Mittel und Methoden an der Hand, um die Zusammenarbeit zwischen diesen unterschiedlichen Ingenieurdisziplinen zu vermitteln.
An der FIN schnuppert man innerhalb seines Studiums in eine der verschiedenen "Sprachen" der Ingenieurbereiche hinein. Hierbei gibt es die Auswahl zwischen den Bereichen:

  • Maschinenbau
    • in der Produktion
    • in der Konstruktion
    • in der Logistik
  • Elektrotechnik
  • Verfahrenstechnik

Dieser Block nimmt ca. 1/3 aller Lehrveranstaltungen während Ingenieurinformatik-Studiums ein. Ein anderes Drittel beschreibt reine Informatikveranstaltungen. Neben Grundlagen-veranstaltungen, die in Bereiche der Softwareentwicklung, theoretischen Informatik und der Mathematik angesiedelt sind, können in späteren Wahlveranstaltungen persönliche Interessen abgedeckt werden. Zudem werden in einem Schlüssel- und Methodenkompetenzen-Bereich neben allgemeinen Veranstaltungen zur persönliche Entfaltung auch Teamprojekte und Seminare durchgeführt.

Das letzte Drittel beschreibt spezielle Methoden für den Ingenieurinformatiker - quasi das Handwerk für den
"Dolmetscher". Dazu zählen u. a. formale Vorgehensweisen der Analyse und Gestaltung komplexer Systeme, vor allem im Bereich der technischen Informatik. Dabei kommen verschiedene Modelle zum Einsatz zur möglichst exakten Beschreibung solcher Systeme. Zu diesen zählen nicht nur formale Modelle komplexer Steuerungen, sondern auch Simulationsmodelle von Fabriken oder Produktionsprozessen. Dies gibt euch die Fähigkeit eine effektive Kommunikation zwischen Ingenieur und Informatiker abzusichern.
Den Abschluss des Studiums stellt ein Praktikum dar, welches in Kombination mit der Bachelorarbeit (20 Wochen) aber auch separat (12 Wochen) durchgeführt wird. In diesem Praktikum geht ihr typischerweise in eine externe Firma und könnt eurer erworbenes Wissen bei echten Problemen anwenden.

Haben wir euch neugierig gemacht? Habt einen konkreten Blick auf Aufbau des Studiums oder schaut euch potenzielle Berufsfelder an.
Ihr habt noch Fragen? Dann schaut unter Kontakt nach - hier findet ihr die Kontaktdaten zum Studienfachberater!
Weitere Informationen zum Studiengang gibt es auch hier.